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Vor cirka 100 Millionen Jahren
bestand das Kalaharibecken aus einer flachen Mulde, die im
Laufe der Zeit mit Sedimenten zugedeckt wurde. Stetige Ostwinde
formten die für die Kalahari charakteristischen, roten
Dünen die parallel von Ost nach West verlaufen. Die Kalahari
gilt als eine der ältesten Wüsten der Welt. Die
roten, durch Eisenoxyd gefärbten Dünen sind bewachsen,
obwohl die Kalahari kein Oberflächenwasser aufweist.
Die Vegetation lebt vom Regenfall und hat für lang anhaltenden
Trockenzeiten erstaunliche Strategien zum Überleben entwickelt.
Grosse Gebiete des einstigen
Kalaharibeckens sind zu Naturschutzgebieten erklärt worden.
Nicht eingezäunt, gilt der Khaudom als einer der wildesten
Parks im südlichen Afrika. Elefanten, Antilopen, Zebras
und viele andere Wildarten ziehen auf alten Migrationsrouten
dem Nahrungsangebot nach. Ziele wie Popafälle, Mahango
Nationalpark, Central Kalahari Game Reserve und Moremi sind
für ihren Wildreichtum bekannt. Hier leben vier der“
BIG FIVE“ Der Kampf ums Überleben, die Erhaltung
der Art und das Vorrecht des Stärkeren bestimmt den Lebensrythmus
der Tierwelt.
Schon der Abenteurer und Maler Thomas Baines war fasziniert
von der Einzigartigkeit der Makgadikgadi Pfanne östlich
von Maun. In guten Regenzeiten befindet sich hier die zweitgrößte
Brutkolonie für Flamingos der Welt. Natürlich bietet
sie auch Lebensraum für viele andere Wasservogelarten.
Kubu Island erinnert den Betrachter an das Märchen vom
kleinen Prinzen. Als eine, mitten in der Pfanne befindliche
Felsformation, die mit skurriel anmutenden Baobabbäumen
bewachsen ist, erscheint sie wie ein Überbleibsel aus
einer anderen Welt.
1862 stieß Baines während seiner Expedition in
diesem Gebiet auf eine Gruppe von Bäumen, die ihn so
faszinierte, das er sich entschloss sein Lager dort aufzuschlagen
um sie zu malen. Die „Baines‘ Baobabs“ haben
sich in 150 Jahren kaum verändert und laden immer noch
zum Verweilen ein.
Aber es treibt der Ruf
der Wildnis zum Aufbruch. Die Afrikanische Wildnis, mit all
ihren Geheimnissen erwartet uns am Ende der Reise. Hier herrscht
der König der Tiere über seine unzähligen Untertanen.
Weit trägt der leise Wind seine furchteinflössende
Stimme durch die Nacht, und macht den Abschied, trotz Gänsehaut,
noch schwerer.
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