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Zelt und Lodgesafaris / Tourbeschreibung

HEILIGES FEUER

 

Schaut man sich die Landkarte Namibias an, befindet sich im Nordwesten des Landes ein Gebiet das als Kaokofeld bezeichnet wird. Das Nomadenvolk der Himba zieht seit vielen Generationen mit seinen Rinder- und Ziegenherden durch dieses Land. Auf der Suche nach Weidegründen und Wasser leben sie in enger Gemeinschaft zu ihren Tieren und der Natur. Technische Errungenschaften wie Handys, Computer und Satellitenfernsehen sind diesen Menschen völlig fremd . Ihre persönliche Habe lässt sich bequem auf dem eigenen oder dem Rücken eines Esels transportieren. Bis vor ca. 20 Jahren war das Kaokoland ein unberührtes Gebiet, durch seine Unwegsamkeit nur für mutige Abenteurer zu erreichen. Auch heute gibt es kaum Straßen die mehr sind als holprige Sandpisten. Ohne vierradgetriebenes Fahrzeug ist eine Reise dorthin ein unmögliches Unterfangen. Die fast gänzlich fehlende Infrastruktur macht die Versorgung mit Lebensmitteln und Benzin zu einem Problem, das nur durch gute Logistik gelöst werden kann. Gerade diese Umstände machen eine Safari ins Kaokofeld zu einem spektakulären Ereignis und einer Herausforderung für Mensch und Fahrzeug. Der Van Zyl’s Pass zählt sicher zu den schwierigsten Pässen im südlichen Afrika. Aber alleine schon der Blick von Oben in das Marienflusstal, ist alle Felsbrocken wert, die beiseitegeräumt werden müssen. In vor Hitze flimmernder Luft ein Farbspektakel in Rot ,-Gelb –und Brauntönen. Die Landschaft strahlt eine fast unheimliche Ruhe aus. Nirgendwo ein Zeichen von Zivilisation soweit das Auge reicht. Und gerade hier ist die Chance, eine der umherziehenden Himbafamilien zu treffen, am größten. Tief verwurzelt in alte Traditionen, lebt das Hirtenvolk nach strikten Regeln und eigenen Gesetzen. Behutsam werden Kontakte geknüpft um den Stolz dieser Menschen nicht zu verletzen. Es sind Begegnungen der besonderen Art die tiefe Eindrücke hinterlassen und nachdenklich stimmen.


Giraffen, Strauße, Oryx und viele andere Tiere haben sich hervorragend an das kärgliche Leben angepasst. In der Trockenheit sorgen gut versteckte Wasserstellen für das Überleben der Tiere die hier ihren Lebensraum gefunden haben.


Namibia ist bekanntlich ein „steinreiches“ Land. Im Kaokoland sind unter der rauhen Schale jedoch auch Mineralien und Halbedelsteine versteckt. Ein selbstgefundener Dioptas ist als Reiseandenken schon etwas ganz besonderes. Aber es wäre schade den Blick nur auf den Boden zu heften. Die Landschaft ist einfach zu grandios um unbeachtet zu bleiben. Die Entstehung der legendären „Claycastles“ im Hoarusib-Fluss erzählt viel über die geologische Geschichte dieses Landstriches. Hoarusib und Hoanib sind Trockenflüsse, die nur in der Regenzeit gelegentlich Oberflächenwasser führen. In der Trockenzeit fließt das Wasser unterirdisch in Richtung Meer. Dieses Wasser ist die Lebensgrundlage für üppige Vegetation entlang der Flußbetten und somit auch für die Tierwelt. Giraffen, Antilopen und die berühmten Wüstenelefanten leben hier ihr geheimnisvolles Leben. Es ist immer ein unvergessliches Erlebnis diese, in völliger Freiheit lebenden Tiere, zu beobachten. Spuren im Sand erzählen die Geschichte der letzten Nacht und machen Gänsehaut beim Anblick der großen Löwenspuren.


Auch die Ureinwohner Namibias, die Buschmänner, lebten in völliger Harmonie mit Flora und Fauna. Eine Wanderung zu den Felszeichnungen und Felsgravuren in Twyfelfontein beweist ihr tiefes Verständnis für das empfindliche Gleichgewicht der Natur. Schon vor ca. 6000 Jahren entstanden dort die ältesten dieser Kunstwerke und sind bis heute unversehrt erhalten geblieben. Das Ende einer Reise zu den Wurzeln der Einwohner Namibias ist immer ein Kulturschock, den wir so sanft wie möglich in einen wehmütigen Abschied verwandeln möchten. Lassen Sie sich noch einmal so richtig verwöhnen und genießen Sie den Blick auf eine im Sonnenuntergang erglühende Landschaft.

 

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