Zelt und Lodgesafaris / Tourbeschreibung

AFFENBROT

 

Diese 11 - tägige Reise ist genau das Richtige für den Namibiaanfänger. Wir tasten uns Schritt für Schritt vorsichtig in Richtung AFRIKA vorwärts. Windhoek, die Hauptstadt Namibias, liegt eingebettet in ein Tal am Rand zum Khomas - Hochland, zwischen den Eros und – Auasbergen. Cirka 300 000 Menschen der verschiedenen einheimischen Volksgruppen, und des internationalen Auslandes leben hier zusammen und machen Windhoek zum Schmelztiegel Namibias. Alte Traditionen und westliche Lebensart prallen aufeinander. Doch die Menschen haben gelernt sich gegenseitig zu respektieren und zusammenzuarbeiten. Windhoek ist seid der Unabhängigkeit 1990 zu einer blühenden Stadt geworden. Viel Zeit zum Verweilen bleibt leider nicht. Der Weg in den Etoscha Nationalpark ist weit und die längste Tagesetappe auf dieser Reise.
Der Etoscha Nationalpark, im nördlichen Zentralnamibia liegend, erstreckt sich über ein Gebiet von 22912 Quadratkilometern. Aus der Hererosprache übersetzt bedeutet Etoscha „Großer Weißer Platz“ und charakterisiert damit die große Salzpfanne die dem Park seinen ganz besonderen Reiz verleiht. Die Pfanne ist meistens trocken, außer wenn nach schweren Regenfälle die Flüsse im Norden überflutet sind. Dann verwandelt sich die Pfanne in eine spiegelglatte Wasserfläche und wird zum Lebensraum für viele seltene Wasservögel. Flamingos die sonst an der Westküste Namibias beheimatet sind machen sich auf den Weg dorthin um ihr Brutgeschäft zu verrichten.
Im Süden der Pfanne werden permanente Wasserlöcher von Reservoirs gespeist die im porösen Dolomitgestein zu finden sind. Diese Wasserlöcher laden zur Wildbeobachtung ein. Hierher kommen die wilden Tiere zum Trinken, belauert der Löwe seine Beute und finden die Kämpf um die Rangordnung in der Natur statt. Die Vegetation rund um die Pfanne ist außerhalb der Regenzeit eher spärlich und von einer Schicht weißen Staubes bedeckt. Schickt aber der Himmel das kostbare Nass zur Erde, wird das Land innerhalb kürzester Zeit mit Gras und Blumen bedeckt, die Bäume werden wieder Grün und auch im Reich der Tiere wird der Nachwuchs geboren. Mit dem Auto durchstreifen wir den Park von Ost nach West und haben Gelegenheit zur Wildbeobachtung im Busch oder an den Wasserlöchern in den Restcamps. Das beleuchtete Wasserloch in Okaukuejo ist ein besonderer Leckerbissen. Fast jede Nacht versammeln sich dort Elefanten und Nashörner zum Trinken. Lehnen sie sich entspannt zurück und genießen das ganz besondere Schauspiel der Akteure in Ihrem ganz persönlichen Etoscha Erlebnis.
Auch das Hobatere-Konzessionsgebiet ist für seinen Reichtum an Wild- und Vogelarten bekannt. Selbst erfahrene Ornithologen kommen hier voll auf ihre Kosten. Ihr Vogelbestimmungsbuch sollte in jedem Falle immer griffbereit in Ihrer Nähe liegen. Hier sind sie vor keiner Überraschung sicher.

Ab jetzt wird’s „ernst“!!
Wir entführen sie in das Paradies der Epupa Fälle. Das Wasser des Kunene Flusses fällt über ca. 30m hohe Kaskaden in die Tiefe, fliesst durch ein Gewirr von Kanälen und Tunneln um sich in unzähligen, natürlichen Becken zu sammeln. Die Schluchten der Epupa Fälle sind unter Anderem mit Baobab-Bäumen und Wilden Feigen bewachsen. Hohe Makalanipalmen geben diesem Ort einen ganz besonderen Charakter. Sie laden zum Verweilen ein. In ihrem Schatten lässt es sich aushalten um den afrikanischen Fischadler, Königsfischer und Rosenpapagei zu beobachten. Himbafamilien haben sich hier angesiedelt und bestreiten ihren Lebensunterhalt durch den Verkauf von handgefertigten Souvenirs. Das Rauschen der Fälle, das nächtliche Konzert der Insekten, ein gemütliches Lagerfeuer und nicht zuletzt die Begegnung mit anderen Menschen, machen die Abende und Nächte an den Epupa Fällen zu einem ganz besonderen Höhepunkt dieser Reise.
Namibia ist bekanntlicherweise ein „steinreiches „ Land. Geröllfelder, mächtige Gebirgszüge und bizarre Felsformationen prägen das Bild das sich uns darbietet. Versteckt unter dieser rauhen Oberfläche aber verbirgt sich ein unglaublicher Reichtum an Mineralien und Halbedelsteinen. Das Volk der Buschmänner nutzte Felsen und Steine als Grundlage für Malereien und Gravuren. Die Entstehung einiger dieser Kunstwerke wird bis auf 6000 Jahre zurückdatiert. Ethnologen ziehen anhand dieser Darstellungen interessante Rückschlüsse auf das Leben dieses Naturvolkes dessen Mythos bei einer Wanderung in Twyfelfontein auch heute noch ganz deutlich zu spüren ist. Der Weg zurück in die Zivilisation ist mit Steinen und Asphalt gepflastert. In Windhoek oder Swakopmund endet diese eindrucksvolle Reise durch die Natur und Geschichte Namibias.

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